Edle Künstler_innen MDCLXVIII: Francisco Goya - The Spell, 1797.
(Quelle: clintisiceman, via basava)
Linearität ist ein Kindheitswunsch.
(via frutelia3000)
Unterschätzte paläontologische Sammlungen I: Das Museum für Naturkunde in Stuttgart gibt sich, wen mag es wundern?, betont regionalistisch und so entgeistert auch mancher Schautafeltext mit dem »größten Stuttgarter« oder dem »berühmtesten Schwaben«. Hier wirkt beruhigend, dass diese Exemplare ausgestorben und bloß fossilisiert sich in diesen Markierungen erweisen dürfen.
So lässt sich auch die fortschreitende Infantilisierung des Museums hier merklich betrachten: Es darf gebuddelt, gezeichnet, gescannt, angefasst, betreten und was nicht alles getan werden – aber wer könnte bitte schön verleugnen, dass Pathologien auch beim statthaften Kulturkritikaster abwesend sind, der eine solche Sammlung mit gewisser Leidenschaft betritt? Wer daran festhält, wird es erproben – ermöglichen diese Tätigkeiten doch, dass entgegen allem Lokalcolorit die vermeintlich nüchternere Perspektive paläontologischer Rekonstruktion eingenommen werden kann. Von dieser Gegenwärtigkeit ausgehend betritt man durch Nachbildungen der jeweiligen Lagerstätten Baden-Württembergs die verschiedenen Erdzeitalter, ansehnliche mesozoische Dioramen geben der Fleischeslust an Gerippen meist gelungene Ersatzobjekte (Vergessen wir nur schnell jene gefiederten Theropoden, die wohl mit etwas Pfeifenreiniger ihr Kleid erhielten, aber solche Unglücke sind selten).
Denn die regionale Fixierung ist nicht bloß ideologischer Kitt, sie ergibt sich auch aus der Sache selbst: Schwelgen mag man in diesen Millionen Jahren vor unserer Zeit, als kaum Landmasse das Ländle bildete, vielmehr Atolle, karibisches Klima. Daher auch die Fokussierung der Ausstellung auf maritime Reptilien, besonders auf Ichthyosaurier, die wohl dergestalt nirgends in all ihrer Mannigfaltigkeit präsentiert, vom Embryo bis Mageninhalt.
Und auch das Herzstück jeder Sammlung, die Dinosauria, erlebt eine angemessene Kontextualisierung, indem die Reptilien- und Amphibienfauna ihres zeitgeschichtlichen Auftretens in all ihren bizarren Formen ausgestellt – und erst der Mastodonsaurus, Panzerlurch von sechs Metern Länge, mit diesen Löchern in der Schädeldecke für die langen Fangzähne, oh! Und jener schillernde Schuppenpanzer des Aetosaurus, und erst die Modellierung des Batrachotomus! Mancher Mythos behäbiger Archosaurier wird dort ausgetrieben.
Und eben erst die Schreckensechsen: Die Prosauropoden Plateosaurus und Sellosarus, ein Liliensternus (obgleich ein Halticosaurus ebenso noch geführt), Procompsognathus und Coelophysis, der zeitliche Schwerpunkt ist also klar bestimmt an dem, was das Ländle hergibt. Und da die Funde aus Liaoning doch nachhaltig irritierten, darf ein Raum für das Einprägen des Überlebens der Maniraptora nicht fehlen: Die mittlerweile in Abgüssen bundesweit gut verteilten Caudipteryx, Sinosauropteryx, Oviraptor, ein hübsch montierter Allosaurus fragilis und ein Tyrannosaurusschädel geben den Hauch einer Ahnung der Artenfülle, die die späteren Zeitalter bereiteten.
Und erst der juvenile Pterodactylus! Ach, schwimmende Brückenechsen und die oben dargestellten Meereskrokodile, nein, dieses Museum für Naturkunde lässt den belesen sich dünkenden Dilettanten in mancher Artbestimmung verhaspeln, so reich die Sammlung - und erst diese günstigen Kataloge! Das Schwäbische weist gewisse Vorzüge auf.
Irritation und Alltag XXXIV: Und alle dachten, dass es springt.
(Quelle: noxe, via abendgesellschaft)
Warten und Vergessen III.
(Quelle: nevver, via multitudinous)
Schwungfederbeine.
(Quelle: anormaux)
Alle Jahre wieder.
(Quelle: sasapong, via nuezmoscada-deactivated20111230)
Selbst unter der Haut gibt es keine Intimitäten.
(Quelle: kraaap, via starlit-mire)
Stets erwünscht: Gesichte des Verschwindens.
(Quelle: clumsy-bell)
Aufschnitt.
(Quelle: ihaveseenanotherworld, via clumsy-bell)