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Wonnegrausen

Ich hätt' so gern ein Mozartzöpfchen und den Tausendtod in der Zitationsmasturbation...

"Sein Gesicht war wie der Hauch von einem Gesicht – ein Schwaden, den ein unbekannter Passant in der Luft hinterlassen hatte. In seinen blassen, blau emaillierten Händen hielt er eine Brieftasche, in der er etwas betrachtete.
[…] Ich stand mit der Seite an ihn gelehnt und blickte mit fernen, nicht sehenden Augen auf die zarten Menschenkörper, als das Fluidum eines unbestimmten Aufruhrs, der die Luft plötzlich getrübt hatte, zu mir vordrang und mich mit einem Schauer der Verstörung, einer Welle plötzlichen Verstehens überlief. Doch inzwischen war das vernebelte Lächeln, das sich unter seinem weichen, hübschen Schnurrbart abzeichnete, der Anflug des Begehrens, der sich als pulsierende Ader über seinen Schläfen spannte, und das Gesicht war in die Abwesenheit zurückgekehrt, hatte sich selbst vergessen und zerstreut."
- Bruno Schulz: Die Zimtläden, München 2009, S. 20f.
Erste Natur.

Erste Natur.

(Quelle: wearetheweavers, via basava)

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"In meinem Leben bleibt mir nur noch ein einziger, der größte Wunsch: dem Brand eines Wachsfigurenkabinetts zusehen zu können; das langsame und ekelerregende Schmelzen der Wachsleiber sehen zu können, versteinert zuzuschauen, wie die schönen, gelben Beine der Braut aus dem Glaskäfig sich in der Luft winden und verbiegen und zwischen den Schenkeln eine wirkliche Flamme züngelt, die ihr das Geschlecht verbrennt."
- M. Blecher: Aus der unmittelbaren Unwirklichkeit, Frankfurt am Main 2003, S. 54.
"Eine endgültige Perspektive auf die Mode ergibt sich nur aus der Betrachtung, wie jeder Generation die gerade verflossene als das gründlichste Antiaphrodisiacum erscheint, das nur denkbar ist. Mit diesem Urteil hat sie nicht so durchaus Unrecht, wie man annehmen könnte. Es ist in jeder Mode etwas von bitterer Satire auf Liebe, in jeder sind alle sexuellen Perversitäten aufs mitleidloseste angelegt, jede ist von geheimen Widerständen gegen Liebe erfüllt."
- Walter Benjamin: Das Passagen-Werk, in: Rolf Tiedemann (Hg.): Walter Benjamin – Gesammelte Schriften, Frankfurt am Main 1991, Band V.1, S. 113.
(Un)edle Künstler_innen MDCXLVIII: Wiliam Bouguereau - Young Girl Defending Herself Against Eros, ca. 1880.

(Un)edle Künstler_innen MDCXLVIII: Wiliam Bouguereau - Young Girl Defending Herself Against Eros, ca. 1880.

(Quelle: cavetocanvas)

Falsche Vergegenständlichungen notwendiger Metaphern XII: Der Fetischismus der Ware.

Falsche Vergegenständlichungen notwendiger Metaphern XII: Der Fetischismus der Ware.

(via russiantrophywife)

Schwierige Vergegenständlichungen nicht notwendiger Aussprüche I: »Mädel, gib Schädel!«

Schwierige Vergegenständlichungen nicht notwendiger Aussprüche I: »Mädel, gib Schädel!«

(Quelle: anormaux)

Dialektik der Abklärung.

Dialektik der Abklärung.

(via starlit-mire)

"Aber konnte etwas erschreckender sein, als noch eine Nacht zu warten, noch einen Tag die Spannung zu ertragen, das Nicht-Geschehen, das Nicht-Handeln - war nicht jetzt ein Höhepunkt erreicht, und darüber war eben das Leere (ach, auch leere Augen gab es, leere Hände, die vordem reich gewesen waren, und leere Stunden…)."
- Annemarie Schwarzenbach: Eine Frau zu sehen, Zürich 2008, S. 47.

(Quelle: re-produktions-fetisch)

Anderer Alltag.

Anderer Alltag.

(via moonweed)

Das Meer außer uns.

Das Meer außer uns.

(via starlit-mire)

Mögliche (Un)Schönheiten der Menge XXI: Die Umkehrung einer Unregelmäßigkeit.

Mögliche (Un)Schönheiten der Menge XXI: Die Umkehrung einer Unregelmäßigkeit.

(Quelle: meat-beater, via goodbyepopkids)

Edle Künstler_innen MDCLXIX: John William Waterhouse – Orestes Pursued by the Furies.

Edle Künstler_innen MDCLXIX: John William Waterhouse – Orestes Pursued by the Furies.

(via russiantrophywife)

Edle Künstler_innen MDCLXXXI: Judith Leyster - Portrait of a Woman, 1635.

Edle Künstler_innen MDCLXXXI: Judith Leyster - Portrait of a Woman, 1635.

(Quelle: cavetocanvas)

Die Nachträglichkeit der Zentrierung der Lust, und ihr beständiges Probieren.

Die Nachträglichkeit der Zentrierung der Lust, und ihr beständiges Probieren.

(Quelle: anormaux)