Jenseits des Lustprinzips.
(Quelle: anormaux)
Dem Blick wird nie ein Zentrum inne.
(Quelle: anneyhall, via goodbyepopkids)
Edle Künstler_innen MDCLXIII: Ambrogio Lorenzetti – Madonna del Latte, ca. 1332.
(Quelle: cavetocanvas)
Hat sich das eine vermeintlich ausgespült, rauscht das Andere heran. In Zeiten, wo die Krise nicht mehr immanent, da benetzen die Gestade, wo eben »das Unglück der einen der Tod der Anderen« ist, Flutungen eines vermeintlich Äußeren – Stauung, Darmbrechungen, all jenes; nur um wieder zu verdeutlichen, dass jenes Scheiden von Immanenz und Transzendenz nicht angemessen so gelingen mag, dass die Krise exterritorialisiert werden kann. Sie kehrt wieder. Und wieder. Und wieder.
(via zartcore)
Die Nachträglichkeit der Zentrierung der Lust, und ihr beständiges Probieren.
(Quelle: anormaux)
Das Gesicht sollte niemals bloßes Zentrum der Aufmerksamkeit sein.
Schwierige Vergegenständlichungen notwendiger Metaphern XVII: Sexuelle Selbsterhaltung.
(via zartcore)
Edle Künstler_innen MDCLIX: Jean-Babtiste Greuze - Le Chapeau Blanc / The White Hat, 1780.
(Quelle: arthistory-blog, via mer-de-noms)
Edle Künstler_innen MDCLXIV: Pierre Bonnaud - Salomé.
(Quelle: welovepaintings)
Schöne Schmerzen XXXIV: Nackt im Schnee liegen.
(via penismonolog)
Edle Künstler_innen MDCLXIII: Hans Baldung - Der verzauberte Stallknecht, 1544.
(Quelle: notizen85)
Große Probleme der Kulturkritik XIII: Die Sprache der Brust. Eklatant ist eine Lücke im Freud’schen Werk: Die an-wesende Abwesenheit der weiblich markierten Brust. Laplanche Hinweis auf den “rätselhaften Signifikanten” wäre von seiner strukturalistischen Verengung hin zu einer bestimmten Tätigkeit des Sprechens (gerade des Sprechens und Ver-Sprechens des Leibes und der Leibwerdung im Sprechhandeln) aufzuheben (und sein Einwurf von der Brust als “Prototyp des Psychoanalytikers [sic!]” angemessen zu reformulieren), ebenso wie Kleins Entgegensetzung von guter und böser Brust in ein Denken eines historisch-gesellschaftlichen Verhältnisses zu überführen wäre. Und in den rezenten Grabenkämpfen der Psychoanalyse ist doch eines Index des Falschen: Wo momentan Gesellschaft im dichter und dichter werdenden Reigen der Bilder des Sexuellen zu sich kommt (in den Weltweitwerdungen des Internets vergegenständlicht sich ja mittlerweile die ganze Vielsprachigkeit der sexuellen Perversionen - ohne dass noch einfache Zuordnungen einer Normativität die Klammer bilden könnten; ein Traum der Psychoanalyse verwirklicht sich also gerade!), glänzen die Psychoanalytiker_innen aller Länder mit einer Preisgabe ihres wesentlichen Tableaus. Das könnte eine List der mannigfaltigen Vernunft sein (und ihres notwendigen Zuspätsein), oder eben die Ermöglichung eines Kommens der Psychoanalyse zwischen pansexualistischem Priapismus und einer die Sexualtheorie als Verschiedenes denkenden Ejaculatio praecox. Gut, maskulinisierte Metaphern haben auf diesem Tableau harte Grenzen, aber dies ist doch in dem Moment zu begreifen, wo die Brust als Nährendes aus den individuellen Verhältnissen schwindet, aber in den kulturindustriellen Wunschbildern so denkwürdige Urständ feiert.
(via frauleinl)
Ich in der Krise meiner Kindheit MDCLXXXIII: Eine derjenigen Szenen, die mich in endlose Verwirrungen stießen. Etwas jüngere Kinder waren auch dort gewesen, irgendwo dort, wo sich diese endlosen familiären Verstrickungen, Vertreffungen ereigneten. Diese Hände an Flaschen geballt, Kehliges, Gefotzel über das Gestell des Nachbarn, derber Braten, dampfend, Knorrfixkräutermischung, Hack, später, Krankheiten, das Erzählen leiblicher Gebrechen, endlos. Das Wohnzimmer stand leer. Während die Alkoholisierung Hände beim Abstransport auf Hintern klatschen ließ, wenn die nächste Ladung dort wieder in der Mitte des Tisches aufgestellt wurde, da, ja, da war eines: ein langes Aufbleiben. Entweder quälte man sich irgendwie gegenseitig, beschimpfte sich, weil man sich doch fremd war. Man sah sich alle drei Monate. Und diese Jungens waren viel kleiner. Und sie schienen mir unendlich dümmer. Und dann blitzte der Fernseher auf. Er hatte es einfach getan, ohne zu fragen, gut. Aber was ich da sah. Und sie lachte und sie lachten. Sie hatte ganz schnell ihre Bluse geöffnet. Drei. Und während sie lachten und ich mir nicht mehr sicher war, was da jetzt zu sagen, zu empfinden wäre, da träumte es mir in der Nacht: Ein endloser Schacht, weit emporragend, an der Spitze eine Öffnung, Licht fiel hindurch. An jeder Seite des Schachtes hingen wie ausgestellte Geweihe Brüste, jeweils ein Paar, tausende.