Hint: Use 'j' and 'k' keys
to move up and down

Wonnegrausen

Ich hätt' so gern ein Mozartzöpfchen und den Tausendtod in der Zitationsmasturbation...

"In der Frage des Antisemitismus habe ich wenig Lust, Erklärungen zu suchen, verspüre eine starke Neigung, mich meinen Affekten zu überlassen, und fühle mich in der ganzen unwissenschaftlichen Einstellung bestärkt, daß die Menschen so durchschnittlich und im großen ganzen doch elendes Gesindel sind."
- Sigmund Freud: Brief an Arnold Zweig 1927, in: Ernst L. Freud (Hg.): Sigmund Freud - Arnold Zweig Briefwechsel, Frankfurt am Main 1969, S. 11. 
"Das Tun versteht es so häufig, sich als ein passives Erleben zu maskieren."
- Sigmund Freud: Die Fehlleistungen, in: Ders.: Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse, London 1950, S. 55. 
"Das Leben zu ertragen bleibt ja doch die erste Pflicht aller Lebenden."
- Sigmund Freud: Zeitgemäßes über Krieg und Tod II Unser Verhältnis zum Tode, in: Alfred Lorenzer & Bernhard Görlich (Hg.): Sigmund Freud - Das Unbehagen der Kultur und andere kulturtheoretische Schriften, Frankfurt am Main 2004, S. 161.

(Quelle: drkorsakov, via walter-benjamin-bluemchen)

Edle Künstler_innen MCDLXXXVIII: Lucian Freud - Maler und Modell, 1987.

Edle Künstler_innen MCDLXXXVIII: Lucian Freud - Maler und Modell, 1987.

(via cavetocanvas)

Edle Künstler_innen MDCLXIII: Lucian Freud - Mädchen mit Kätzchen, 1947.

Edle Künstler_innen MDCLXIII: Lucian Freud - Mädchen mit Kätzchen, 1947.

(via cavetocanvas)

Tagged with:  #art  #Freud  #blicken  #schädeln  #halten  #leere  #starre
Anzustrebende Wohnorte XIII: Der dunkle Kontinent.

Anzustrebende Wohnorte XIII: Der dunkle Kontinent.

(via basava)

Edle Künstler MDCLXII: Lucien Freud - Nude with Leg up, 1992 (noxe:les-artistes).

Edle Künstler MDCLXII: Lucien Freud - Nude with Leg up, 1992 (noxe:les-artistes).

Anzustrebende Wohnorte IX: Wien Berggasse (katharid).

Anzustrebende Wohnorte IX: Wien Berggasse (katharid).

(via verblendungszusammenhang-deacti)

Tagged with:  #Freud  #chow chow  #wohnorte  #wien
"Jeder von uns, der auf längere Lebenserfahrung zurückblicken kann, wird sich wahrscheinlich sagen, daß er sich viele Enttäuschungen und schmerzliche Überraschungen erspart hätte, wenn er den Mut und Entschluß gefunden, die kleinen Fehlhandlungen im Verkehr der Menschen als Vorzeichen zu deuten und als Anzeichen ihrer noch geheimgehaltenen Absichten zu verwerten. Man wagt es meist nicht, man käme sich vor, als würde man auf dem Umwege über die Wissenschaft wieder abergläubisch werden. Es treffen ja auch nicht alle Vorzeichen ein, und Sie werden aus unseren Theorien verstehen, daß sie nicht alle einzutreffen brauchen."
- Sigmund Freud: Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse, in: Anna Freud (Hg. u.a.): Sigmund Freud – Gesammelte Werke, Frankfurt am Main 1999, Band XI, S. 53.

Edle Künstler_innen MDCLIX: Ken McMullen – Ghost Dance, 1983.

"Ein in der Psychoanalyse oft diskutiertes Problem - muß man die Existenz einer ‘primären Objektliebe’ unterstellen, oder annehmen, daß das Kind sich zunächst in einem autoerotischen oder narzißtischen Zustand befindet? - wird bei Freud auf komplexe Weise gelöst, als man es allgemein behauptet. Die Sexualtriebe befriedigen sich autoerotisch, bevor sie die Entwicklung antreten, die sie zur Objektwahl führt. Dagegen stehen die Selbsterhaltungstriebe von vornherein in Beziehung zu dem Objekt; so besteht für die Sexualtriebe eine Beziehung zu dem Objekt, solange die Sexualität in Anlehnung an die Selbsterhaltungstriebe funktioniert; erst nachdem sie sich getrennt haben, wird die Sexualität autoerotisch. ‘Als die anfängliche Selbstbefriedigung noch mit der Nahrungsaufnahme verbunden war, hatte der Sexualtrieb ein Sexualobjekt außerhalb des eigenen Körpers in der Mutterbrust. Er verlor es nur später […]. Der Geschlechtstrieb wird dann in der Regel autoerotisch […]. Die Objektfindung ist eigentlich eine Wiederfindung.’"
- Jacques Laplanche & Jean-Bertrand Pontalis: Das Vokabular der Psychoanalyse, Frankfurt am Main 1973, Band 1, S. 72.
"Der Gegensatz von Individual- und Sozial- oder Massenpsychologie […] verliert bei eingehender Betrachtung sehr viel von seiner Schärfe. Die Individualpsychologie ist zwar auf den einzelnen Menschen eingestellt und verfolgt, auf welchen Wegen derselbe die Befriedigung seiner Triebregungen zu erreichen sucht, allein sie kommt dabei nur selten […] in die Lage, von den Beziehungen dieses Einzelnen zu anderen Individuen abzusehen. Im Seelenleben des Einzelnen kommt ganz regelmäßig der Andere als Vorbild, als Objekt, als Helfer und als Gegner in Betracht und die Individualpsychologie ist daher von Anfang an auch gleichzeitig Sozialpsychologie."
- Sigmund Freud: Massenpsychologie und Ich-Analyse, in: GW XIII, S.73.
“Edle Diagramme V: Sigmund Freud: Diagram of the psychical mechanism of forgetfulness, 1898 (letatetmoi).

Edle Diagramme V: Sigmund Freud: Diagram of the psychical mechanism of forgetfulness, 1898 (letatetmoi).

"Es gibt aber einen Unterschied zwischen Nietzsche und Freud, den meine Darstellung von Freuds Einschätzung des moralischen Menschen - anständig aber langweilig -, nicht erfaßt. Freud zeigt uns, daß dieser wohlmeinende Konformist, sobald wir ein Blick in sein Inneres werfen, ihn auf die Couch bekommen, nur noch an der Oberfläche langweilig ist. Niemand ist für Freud durch und durch farblos, weil es ein farbloses Unbewusstes nicht gibt. Nützlicher und plausibler als Nietzsche ist Freud deswegen, weil er nicht die große Mehrheit der Menschen so herabsetzt, daß sie im Sterben wie Tiere sind. Denn Freuds Darstellung der unbewussten Phantasie lehrt uns, jedes menschliche Leben als ein Gedicht zu sehen, oder genauer, jedes menschliche Leben, das vom Schmerz noch so weit verschont bleibt, um noch eine Sprache lernen zu können, und von Überlastung so weit frei ist, daß es sich noch selbst beschreiben kann."
- Richard Rorty, Kontingenz, Ironie und Solidarität, Frankfurt am Main 1989, S. 71 f. (via edsminorplace).