"Von der Einsamkeit angezogen, verweilt er dennoch im Weltlichen: ein Säulenheiliger ohne Säule."
- E.M. Cioran: Vom Nachteil, geboren zu sein, Frankfurt am Main 1979, S. 66.
"Man möchte zuweilen ein Kannibale sein, nicht um den oder jenen aufzufressen, sondern um ihn auszukotzen."
- E. M. Cioran: Vom Nachteil geboren zu sein, Frankfurt am Main 1979, S. 132.
"Ein Werk existiert nur, wenn es im Verborgenen mit jener Aufmerksamkeit vorbereitet wird, mit welcher der Mörder seine Tat plant. In beiden Fällen ist die Hauptsache: der Wille, zu treffen."
- E.M. Cioran: Vom Nachteil geboren zu sein, Frankfurt am Main 1979, S. 35.
"Die Idee des Verhängnisses hat etwas Einhüllendes, Wollüstiges: sie hält einen warm."
- E.M. Cioran: Vom Nachteil, geboren zu sein, Frankfurt am Main 1979, S. 136.
"Ich kann mich auf nichts konzentrieren, weil mich alles langweilt, alles regt mich zur Zerstreuung an. Dagegen habe ich mich für enorm vieles interessiert, aber für nichts bis zum Ende, außer vielleicht für die Langeweile …
Ich bin ein Besessener, der sich zerstreut, der seine Obsessionen vergeudet und vernichtet. Ich werde ein großer Liebhaber des Unheilbaren gewesen sein."
"Es gibt keinen Verneiner, der nicht nach einem katastrophalen Ja dürstet."
- E. M. Cioran: Vom Nachteil, geboren zu sein (via
noxe).