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Wonnegrausen

Ich hätt' so gern ein Mozartzöpfchen und den Tausendtod in der Zitationsmasturbation...

Booties that matter.

Booties that matter.

(Quelle: russiantrophywife)

Edle Denker_innen LXVIII: Judy “with love” Butler.

Edle Denker_innen LXVIII: Judy “with love” Butler.

(Quelle: anormaux)

"In diesem Sinne ist Sexualität nie vollends auf die ‘Wirkung’ dieser oder jener Funktion regulativer Macht reduzierbar. Das ist nicht dasselbe, wie wenn man sagt, Sexualität sei von Natur aus frei und wild. Im Gegenteil, sie taucht gerade als Möglichkeit zur Improvisation in einem Feld der Zwänge auf. Sexualität ist dennoch nicht ‘in’ diesen Zwängen zu finden, so wie etwas ‘in’ einem Behälter sein kann: Sie wird zwar von Zwängen erstickt, aber auch durch Zwänge mobilisiert und angestachelt, braucht diese manchmal sogar, um immer wieder erzeugt zu werden."
- Judith Butler: Die Macht der Geschlechternormen und die Grenzen des Menschlichen, Frankfurt am Main 2009, S. 31f.
Große Probleme der Kulturkritik I: Wenn stets vom Gegenwärtigen das Licht des Begreifens auf die heikelsten Gegenstände der Vergangenheit fällt, dann können Dreck, Unrat, Verkalkungen durch Regentropfen, das Abplatzen der obersten Schicht der Legierung als postfeministische Bekenntnisse interpretiert werden. Gesetz dem Fall, es können sexuelle Praktiken identifiziert werden, die eindeutig als anti- oder postfeministische markiert werden können. Und trotzdem funktioniert die Pointe des Bildes so, dass die Assoziation für viele diejenige ist, dass Sperma  hier eingeschrieben sein könnte – freilich so, dass dies als Tabubruch belächelt oder belacht werden kann.
Dies wäre die Behauptung, dass der Cumshot eine (post)moderne Praktik, die ein strikt Gegenwärtiges wäre. In der Vergangenheit, und dies macht die unmittelbare Gegenwärtigkeit zu einer mit Vergangenem strikt vermittelten, gab es aber zum Beispiel den Logos spermatikos. Die sich verstreuende Vernunft, das sich verstreuende Wort, die sich zerteilende Sprache, der sich nach Außen ausbreitende Samen. Nicht erst bei Vergil lesen wir vom Besprengen des Samens auf im Raum verteilte Körper, die auch irgendwie erregte Leiber sind. Dabei ist aber von Interesse, dass solche Praktiken in Gesellschaft nie unwidersprochene bleiben: Der Speer, eine phallische Figur, und wehende Haare, eine geschlechtlich nicht sonderlich festgelegtes Moment, treffen sich hier an einem scheinbar weiblich markierten Körper, einer repräsentativen Figur irgendwo vor einer »Schwatzbude«, einem Parlament, einem Justizgebäude - oder einem Museum.
Es wäre nicht weniger lustig oder lustvoll, wenn dort ein Hüne zu sehen wäre, dessen Muskeln sich von vermeintlichen Spermaspuren bezeichnet wüssten, dann könnte dies auch eine Verunreinigung des vermeintlich gewissen Geschlechtlichen sein, die in einer Interpretation sich entfalten müsste. Bezogen auf einen Gegenstand, der durchwegs mit gewissen Bildern des Geschlechtlichen, mit Nacktheit und einem Hellenismus aufwartet, könnte gesagt werden, dass in den damaligen, gesellschaftlichen Verhältnissen das Wort »Frau« für diese Skulptur trefflich gewesen wäre. Und wir haben gute Anhaltspunkte, warum dies so sinnvoll behauptet werden könnte. Damit ist aber auch ein Anfangen, wenn gesagt wird, dass diese Figur deshalb so gut funktioniert, weil die geschlechtlichen Markierung auch in einem Gegenwärtigen sinnvoll behauptet werden könnte. Diese Statue hat also heute noch einen gewissen Reiz, auch wenn er im Bild verstärkt von den Spuren ausgeht. Irgendwie hat hier jemand eine antike Darstellung in einer späteren Situation noch einmal aufgenommen - und auch dort funktionierte das aggressiv Weibliche, das ohne Sattel reitende als Rache der Natur oder einer Gottheit, eines Fatums, was auch immer. Es gibt aber immer wieder Interpretationen, die in solchen antiken Darstellungen ihr Heil suchen.
Wenn Foucault die Homophilie der ars erotica herausstellt, wenn er sagt, dass dort Sexualität gelebt werden konnte, und zwar so, dass sie kein Bekenntnis oder ein Geständnis war, dann vergisst er, dass es auch eine Heterosexualität gab, die sich immer zur Homophilie oder der Homosexualität in die Kritik setzen konnte. Irgendwann galt ein Logos spermatikos als anstößig oder »entartet«, »dekadent«, »dandyhaft« oder »burschikos«. Diese Formen widersprechen der Vermischung, sie wollen eine Homogenität des Geschlechtlichen. Wenn Foucault dies ausblendet oder verdrängt, dann könnten wir argumentieren, weswegen auch die ars erotica eine scientia sexualis gewesen ist oder sie zumindest vorbereitet hat.
Vergil wurde auch der Homophilie verklagt, die ars erotica war nie so ungebrochen, wie Foucault es behauptet. Die Knabenliebe war auch ein Akt des Herren, der ein pater familias war. Wie kläglich diese Figur heute auch immer erscheint: Sie war einmal Gesetz, die Frauen hatten nicht die Möglichkeit, sich als Frauen so zu behaupten, dass sie eine Kraft, eine Menge der Politik hätten so werden, dass sie auf der Agora hätten reden können. Sie taten es zwar auch, aber nicht als Repräsentanten des Politischen. Deshalb setzt die Figur auf dem Bild einen Widerspruch: Sie zeigt sich an einem Ort, wo sie nicht so frei sprechen darf und deshalb nicht in Zivil kommt, sondern bewaffnet in die Öffentlichkeit. Sie könnte als Mythengestalt oder Göttin interpretiert werden, die heute so erscheint, als wäre sie Gegenstand eines Cum-Shots geworden. Dies besang zwar Vergil nicht, aber Sophokles und Aischylos, später dann Kleist und Broch. Die Ödipalität ist damit ein Problem der ars erotica.
Wir können nun auch wissen, dass Foucaults Kritik der Psychoanalyse unterbestimmt sein muss, weil er der Psychoanalyse Verschiedenes vorwirft, was nicht miteinander vermittelt ist. Einmal sagt er in »Gesellschaft und Wahnsinn«, dass Freud jemand wäre, der mittels des Ödipus-Komplexes Moment des Diskurses sei, der Sexualität zu einem Bekenntnis oder Geständnis machen, da er die Menschen dazu bringen würde, dauernd über etwas Selbstverständliches zu reden. Das ist äußerst fragwürdig. Irgendwie sei die Sexualität eher ein Gegenstand der Kunst und nicht der Wissenschaft. Dort hat Foucault vielleicht recht und muss daher auch behaupten, dass Freud auch ein anderes Dispositiv sei: In der »Ordnung der Dinge« ist Freud eine Figur, die behauptet, dass der Wahnsinn eine Stimme habe und mit Freud nicht bestraft, sondern als das Sprechen Vermögender gedacht werde. Der Patient ist nicht mehr bloß als Patient, sondern als Individuum, welches Schmerzen empfindet, den Diskurs mit Anderen teilt, als Anderes anerkannt wird. Foucault muss aber die antike Literatur dann in »Sexualität und Wahrheit« so lesen, dass die Freud’schen Lektüren von einem kruden Pansexualismus infiziert seien, so dass die Psychoanalyse, Kollektivsingular, eine Technik des Geständnisses wird, die kritisiert werden müsse. Damit verdrängt Foucault die Ödipalität als Figur der Psychoanalyse, da er sie nicht angemessen kritisiert. Misogynie ist kein wirklicher Gegenstand für Foucault - aber die Homophilie. Ist Foucault deshalb auf dem patriarchalen Auge blind? Dies muss nicht gesagt werden, aber die Gewissheit, dass er die »Frau« nicht wirklich als ein Problem der Antike denkt, macht seine ars erotica verdächtig.
Vielleicht ahnen wir dies, weil der Cum-Shot, der Logos spermatikos im engeren Sinne, zu einem Gegenstand unserer Reflexion geworden ist: Foucaults Machtphilosophie ist so unterbestimmt, dass der Mythos nicht wirklich als Problem gedacht wird. Sein Diskursbegriff kann nicht wirklich Historizität denken und ist deshalb undialektisch gedacht. Sein Begriff der Sexualität ist heteronormativ: Homosexualität wird zu einem herausragenden Problem, während die Heterosexualität darin verschwindet. Foucault feiert die ars erotica, das Antike als Gegenmodell, weil die scientia sexualis zu einem Quellobjekt der Angst wurde. Der Logos spermatikos, die zerteilende, analytische Vernunft wird ein Problem. Sie sei zu instrumentell, denke sich als Erstes, während es doch die ars erotica sei. Foucault schreibt keine Dialektik der Aufklärung, sondern eine Dichotomie der Repression: Er denkt das Geschlechtliche nicht als ein antikes Problem (etwas gemein, aber auch interessant: Er kehrt die Repressionshypothese einfach um). Keine guten Voraussetzungen einer Genealogie oder Rekonstruktion. Vielleicht muss Butler deshalb, als ausgewiesene Schülerin Foucaults, den Karneval als Transgender-Kongress inszenieren, was eindeutig zu sozialdemokratisch ist.
Und überhaupt: Nicht das Bekenntnis oder das Geständnis ist das Problem, sondern ein Begriff des Geschlechtlichen, der die Homophilie als Index für einen radikal Anderes lesen will. Dann konstruiert man Dichotomien, die nichts wirklich Anderes versprechen, so wie Foucault eben das Verhältnis von Sexualität und Wahrheit auflöst, oder es wird sich an Anerkennungsverhältnisse versucht, wie Butler es tat (wie angemessen auch immer). Dann wird aber der Cumshot keine einfache Geste mehr, die einfach etwas zu einem Objekt, einer Fläche, Zielscheibe reduziert.

Große Probleme der Kulturkritik I: Wenn stets vom Gegenwärtigen das Licht des Begreifens auf die heikelsten Gegenstände der Vergangenheit fällt, dann können Dreck, Unrat, Verkalkungen durch Regentropfen, das Abplatzen der obersten Schicht der Legierung als postfeministische Bekenntnisse interpretiert werden. Gesetz dem Fall, es können sexuelle Praktiken identifiziert werden, die eindeutig als anti- oder postfeministische markiert werden können. Und trotzdem funktioniert die Pointe des Bildes so, dass die Assoziation für viele diejenige ist, dass Sperma  hier eingeschrieben sein könnte – freilich so, dass dies als Tabubruch belächelt oder belacht werden kann.

Dies wäre die Behauptung, dass der Cumshot eine (post)moderne Praktik, die ein strikt Gegenwärtiges wäre. In der Vergangenheit, und dies macht die unmittelbare Gegenwärtigkeit zu einer mit Vergangenem strikt vermittelten, gab es aber zum Beispiel den Logos spermatikos. Die sich verstreuende Vernunft, das sich verstreuende Wort, die sich zerteilende Sprache, der sich nach Außen ausbreitende Samen. Nicht erst bei Vergil lesen wir vom Besprengen des Samens auf im Raum verteilte Körper, die auch irgendwie erregte Leiber sind. Dabei ist aber von Interesse, dass solche Praktiken in Gesellschaft nie unwidersprochene bleiben: Der Speer, eine phallische Figur, und wehende Haare, eine geschlechtlich nicht sonderlich festgelegtes Moment, treffen sich hier an einem scheinbar weiblich markierten Körper, einer repräsentativen Figur irgendwo vor einer »Schwatzbude«, einem Parlament, einem Justizgebäude - oder einem Museum.

Es wäre nicht weniger lustig oder lustvoll, wenn dort ein Hüne zu sehen wäre, dessen Muskeln sich von vermeintlichen Spermaspuren bezeichnet wüssten, dann könnte dies auch eine Verunreinigung des vermeintlich gewissen Geschlechtlichen sein, die in einer Interpretation sich entfalten müsste. Bezogen auf einen Gegenstand, der durchwegs mit gewissen Bildern des Geschlechtlichen, mit Nacktheit und einem Hellenismus aufwartet, könnte gesagt werden, dass in den damaligen, gesellschaftlichen Verhältnissen das Wort »Frau« für diese Skulptur trefflich gewesen wäre. Und wir haben gute Anhaltspunkte, warum dies so sinnvoll behauptet werden könnte. Damit ist aber auch ein Anfangen, wenn gesagt wird, dass diese Figur deshalb so gut funktioniert, weil die geschlechtlichen Markierung auch in einem Gegenwärtigen sinnvoll behauptet werden könnte. Diese Statue hat also heute noch einen gewissen Reiz, auch wenn er im Bild verstärkt von den Spuren ausgeht. Irgendwie hat hier jemand eine antike Darstellung in einer späteren Situation noch einmal aufgenommen - und auch dort funktionierte das aggressiv Weibliche, das ohne Sattel reitende als Rache der Natur oder einer Gottheit, eines Fatums, was auch immer. Es gibt aber immer wieder Interpretationen, die in solchen antiken Darstellungen ihr Heil suchen.

Wenn Foucault die Homophilie der ars erotica herausstellt, wenn er sagt, dass dort Sexualität gelebt werden konnte, und zwar so, dass sie kein Bekenntnis oder ein Geständnis war, dann vergisst er, dass es auch eine Heterosexualität gab, die sich immer zur Homophilie oder der Homosexualität in die Kritik setzen konnte. Irgendwann galt ein Logos spermatikos als anstößig oder »entartet«, »dekadent«, »dandyhaft« oder »burschikos«. Diese Formen widersprechen der Vermischung, sie wollen eine Homogenität des Geschlechtlichen. Wenn Foucault dies ausblendet oder verdrängt, dann könnten wir argumentieren, weswegen auch die ars erotica eine scientia sexualis gewesen ist oder sie zumindest vorbereitet hat.

Vergil wurde auch der Homophilie verklagt, die ars erotica war nie so ungebrochen, wie Foucault es behauptet. Die Knabenliebe war auch ein Akt des Herren, der ein pater familias war. Wie kläglich diese Figur heute auch immer erscheint: Sie war einmal Gesetz, die Frauen hatten nicht die Möglichkeit, sich als Frauen so zu behaupten, dass sie eine Kraft, eine Menge der Politik hätten so werden, dass sie auf der Agora hätten reden können. Sie taten es zwar auch, aber nicht als Repräsentanten des Politischen. Deshalb setzt die Figur auf dem Bild einen Widerspruch: Sie zeigt sich an einem Ort, wo sie nicht so frei sprechen darf und deshalb nicht in Zivil kommt, sondern bewaffnet in die Öffentlichkeit. Sie könnte als Mythengestalt oder Göttin interpretiert werden, die heute so erscheint, als wäre sie Gegenstand eines Cum-Shots geworden. Dies besang zwar Vergil nicht, aber Sophokles und Aischylos, später dann Kleist und Broch. Die Ödipalität ist damit ein Problem der ars erotica.

Wir können nun auch wissen, dass Foucaults Kritik der Psychoanalyse unterbestimmt sein muss, weil er der Psychoanalyse Verschiedenes vorwirft, was nicht miteinander vermittelt ist. Einmal sagt er in »Gesellschaft und Wahnsinn«, dass Freud jemand wäre, der mittels des Ödipus-Komplexes Moment des Diskurses sei, der Sexualität zu einem Bekenntnis oder Geständnis machen, da er die Menschen dazu bringen würde, dauernd über etwas Selbstverständliches zu reden. Das ist äußerst fragwürdig. Irgendwie sei die Sexualität eher ein Gegenstand der Kunst und nicht der Wissenschaft. Dort hat Foucault vielleicht recht und muss daher auch behaupten, dass Freud auch ein anderes Dispositiv sei: In der »Ordnung der Dinge« ist Freud eine Figur, die behauptet, dass der Wahnsinn eine Stimme habe und mit Freud nicht bestraft, sondern als das Sprechen Vermögender gedacht werde. Der Patient ist nicht mehr bloß als Patient, sondern als Individuum, welches Schmerzen empfindet, den Diskurs mit Anderen teilt, als Anderes anerkannt wird. Foucault muss aber die antike Literatur dann in »Sexualität und Wahrheit« so lesen, dass die Freud’schen Lektüren von einem kruden Pansexualismus infiziert seien, so dass die Psychoanalyse, Kollektivsingular, eine Technik des Geständnisses wird, die kritisiert werden müsse. Damit verdrängt Foucault die Ödipalität als Figur der Psychoanalyse, da er sie nicht angemessen kritisiert. Misogynie ist kein wirklicher Gegenstand für Foucault - aber die Homophilie. Ist Foucault deshalb auf dem patriarchalen Auge blind? Dies muss nicht gesagt werden, aber die Gewissheit, dass er die »Frau« nicht wirklich als ein Problem der Antike denkt, macht seine ars erotica verdächtig.

Vielleicht ahnen wir dies, weil der Cum-Shot, der Logos spermatikos im engeren Sinne, zu einem Gegenstand unserer Reflexion geworden ist: Foucaults Machtphilosophie ist so unterbestimmt, dass der Mythos nicht wirklich als Problem gedacht wird. Sein Diskursbegriff kann nicht wirklich Historizität denken und ist deshalb undialektisch gedacht. Sein Begriff der Sexualität ist heteronormativ: Homosexualität wird zu einem herausragenden Problem, während die Heterosexualität darin verschwindet. Foucault feiert die ars erotica, das Antike als Gegenmodell, weil die scientia sexualis zu einem Quellobjekt der Angst wurde. Der Logos spermatikos, die zerteilende, analytische Vernunft wird ein Problem. Sie sei zu instrumentell, denke sich als Erstes, während es doch die ars erotica sei. Foucault schreibt keine Dialektik der Aufklärung, sondern eine Dichotomie der Repression: Er denkt das Geschlechtliche nicht als ein antikes Problem (etwas gemein, aber auch interessant: Er kehrt die Repressionshypothese einfach um). Keine guten Voraussetzungen einer Genealogie oder Rekonstruktion. Vielleicht muss Butler deshalb, als ausgewiesene Schülerin Foucaults, den Karneval als Transgender-Kongress inszenieren, was eindeutig zu sozialdemokratisch ist.

Und überhaupt: Nicht das Bekenntnis oder das Geständnis ist das Problem, sondern ein Begriff des Geschlechtlichen, der die Homophilie als Index für einen radikal Anderes lesen will. Dann konstruiert man Dichotomien, die nichts wirklich Anderes versprechen, so wie Foucault eben das Verhältnis von Sexualität und Wahrheit auflöst, oder es wird sich an Anerkennungsverhältnisse versucht, wie Butler es tat (wie angemessen auch immer). Dann wird aber der Cumshot keine einfache Geste mehr, die einfach etwas zu einem Objekt, einer Fläche, Zielscheibe reduziert.

(Quelle: rawpleasures, via thonesz)

"Der Lacansche Standpunkt macht nicht nur deutlich, daß die identifikatorischen Beziehung mit dem Bild das Ich errichtet. Zudem ist das durch die Identifikationsbeziehung errichtete Ich selbst eine Beziehung, im Grunde genommen die kumulative Geschichte solcher Beziehungen. Infolgedessen ist das Ich keine mit sich selbst identische Substanz, sondern eine abgelagerte Geschichte imaginärer Beziehungen, die das Zentrum des Ichs außerhalb seiner selbst, in der externalisierten Imago lokalisieren, die Körperumrisse verleiht und herstellt."
- Judith Butler: Körper von Gewicht. Die diskursiven Grenzen des Geschlechts, Frankfurt am Main 1997, S. 112.

“You live in a postmodern world! You should know better!” (letatetmoi).